search

Die Sache mit den vielen Ideen

Die Sache mit den vielen Ideen

Was das Stricken angeht, habe ich 2015 unglaublich viel gelernt. Die Jahre davor waren Socken, Mützen, Handschuhe und Pulswärmer die einzigen Dinge, die auf meinen Nadeln landeten. Meistens nach eigenen Designs, die ich mir häufig erst während des Strickens ausgedacht habe.
Letztes Jahr habe ich dann endlich meinen ersten Pullover, den ersten Cardigan und das erste Dreieckstuch gestrickt, mich mit englischen Anleitungen auseinander gesetzt, Zopfmuster stricken und lieben gelernt und letztendlich auch Ravelry für mich entdeckt. Seither bin ich eine eifrige Nutzerin und eines meiner liebsten Dinge ist es, in den Projektseiten anderer Nutzerinnen zu stöbern. So wird meine Favoritenliste immer länger und es fällt mir wirklich schwer, Entscheidungen, im Bezug auf das nächste Projekt, zu treffen.

IMGP5327

Für 2016 habe ich mir deshalb ein paar neue Ziele gesteckt: Handmade wardrobe ist in aller Munde und auch ich möchte mich anschließen und meinen Kleiderschrank weiter mit selbstgestrickten Sachen füllen und so nach und nach immer mehr Kaufsachen entfernen. ( Nähen wäre auch toll, aber leider ist die Zeit noch nicht gekommen, in der ich mich näher damit beschäftigen möchte. ) Ich brauche vor allem eine Menge Oberteile und das ein oder andere Tuch. Leider ist es oft so, dass es ewig dauert, bis ein Projekt fertig ist, da ich mich mit zu vielen Dingen gleichzeitig beschäftige. Außerdem kam es in den letzten Jahren immer wieder vor, dass ich nicht ganz zufrieden mit meinen Ergebnissen war.
Das möchte ich lösen, indem ich höchstens drei Projekte ( zwei kleine und ein großes ) auf den Nadeln habe und diese möglichst innerhalb eines Monats beende.

IMGP5312

Außerdem benötige ich mehr Zeit, um meine Projekte zu planen. Wolle vergleichen, verschiedene Ergebnisse anschauen, Maschenproben stricken etc.. Hinzu kommt, dass ich hinterfragen möchte, ob das Stück in meine Garderobe passt oder meine Begeisterung nur vorübergehend ist. Außerdem muss natürlich auch immer ein bisschen Herausforderung dabei sein. Eigentlich möchte ich mit jedem Projekt auch etwas neues lernen oder etwas neu gelerntes vertiefen. Wenn ich mir unsicher bin, fange ich gar nicht erst an.
So plane ich nun immer einen Monat im voraus und kann dann entspannt in die Umsetzung der Ideen gehen. Gerade stricke ich vor allem eifrig an meinem Braidsmaid-Tuch und den anderen Januarprojekten. Gleichzeitig weiß ich aber schon, was im Februar auf jeden Fall auf meinen Nadeln landen wird. Ein bisschen Vorfreude ist also auch dabei. Zwei Projekte sind es bisher und wahrscheinlich werden es auch nicht mehr, denn der Februar wird voraussichtlich auch so ein sehr ereignisreicher Monat.

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch für eure nächsten Projekte? Erzählt mir doch, ob ihr lange plant oder spontane Entscheidungen im Bezug auf Design und Wolle trefft. Ich würde mich freuen!

6 Gedanken zu „Die Sache mit den vielen Ideen“

  1. Das klingt aber sehr diszipliniert und vernünftig bei dir 🙂 Ich bin aktuell bei drei wirklich aktiven Projekten – da ist eine Restedecke, die nur ab und an erweitert wird – einem großen und zwei kleinen. Das ist eine gute Zahl, kann ich dir nur empfehlen. Ich bin auch grad sehr flott, weil ich schon die nächsten 3 oder 4 Projekte im Kopf habe, teilweise aus Resten, teilweise mit vorhandenem Garn. Und ich will so gerne anfangen! 🙂
    Ich möchte vor allem mehr alltagstaugliches Stricken – Dinge, die ein wenig Reibung und hängenbleiben vertragen. Ist allerdings kompliziert, weil ich so empfindlich bin in Punkto Kratzigkeit …

    1. Ja, das mit der Kratzigkeit kenne ich leider auch. Ob man lernen kann, nicht mehr so empfindlich zu sein?
      Ich versuche dieses Jahr wirklich ein wenig vernünftig an Projekte heranzugehen. Einfach weil es auch mir gut tut, mich mit den Dingen auseinander zu setzen und achtsam damit umzugehen. Ich glaube sehr, dass ich mit den Ergebnissen dann zufriedener bin.
      Ich bin auf deine nächsten Projekte schon gespannt!!! 🙂

  2. Hallo,

    erst vor kurzem habe ich dich bzw. deine Projekte bei Ravelry entdeckt und mir gedacht, wie schön es doch wäre, wenn du einen Blog hättest 🙂 Hier werde ich gern vorbeischauen.

    Viele Grüße aus Leipzig,
    Wencke

    1. Hallo Wencke,
      das freut mich natürlich alles sehr! 🙂
      Ja, es hat ein wenig gedauert, bis ich mich überwinden konnte, wirklich einen öffentlichen Blog zu führen. Nun versuche ich es mal, in der Hoffnung mit vielen anderen StrickerInnen in Kontakt zu kommen.
      Ganz viele Grüße aus der Nähe ( aus Dresden, im Moment noch 🙂 )!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.