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Februarprojekte

Februarprojekte

Nachdem ich in meinen letzten drei Beiträgen beinahe nur über Pläne berichtet habe, ist es an der Zeit auch endlich mal wieder zu zeigen, mit welchen Projekten meine Hände gerade beschäftigt sind. Und am Ende eines (so kurzen) Monats bietet sich doch nichts besseres an, als ein kleiner Rückblick.

Gestricktes

Fertig geworden ist mein erstes Paar Socken in diesem Jahr. Auch wenn ich es bereits im November begonnen habe. Grund ist wohl dass ich den Sockenwundernadeln mal wieder eine Chance geben musste. Jedesmal komme ich zu dem gleichen Ergebnis, nämlich dass diese Nadeln einfach nichts für mich sind. Meine Hände schmerzen und ich stricke unglaublich langsam. Ich freue mich darauf, bald ein neues Paar Socken mit „normalen“ Nadeln anzuschlagen. Eines meiner Ziele für dieses Jahr ist es, noch viel mehr handgestrickte Socken zu produzieren, weil ich diese einfach täglich trage. Meine ungeschlagene Lieblingsmethode dabei ist und bleibt: zwei Socken auf einmal mit Magic Loop stricken.

Für dieses Paar Socken habe ich Retrosaria Mondim von Rosa Pomar verwendet. Eine Sockenwolle aus portugiesischer Wolle, non-superwash und ohne Nylon. Ich habe schon ein anderes Paar aus ebendieser Wolle, aber in einer anderen Farbe. Bisher gehören diese zu meinen Lieblingssocken: Sie sehen nach jedem Waschen wieder aus wie neu, kein fusseln, kein ausleiern und auch keine einzige dünne Stelle ist bisher zu sehen. Natürlich wasche ich sie nur mit der Hand.

Ich habe in den letzten Jahren viel probiert und so ein perfektes Sockenrezept entwickelt, was meinen Füßen passt: 56 Maschen anschlagen, entweder eine Fish Lips Kiss Heel oder eine normale verstärkte Ferse stricken und auch für die Spitze verwende ich Standardabnahmen an beiden Seiten, nehme jede 2. Reihe Maschen ab und ab 14 Maschen pro Nadel in jeder Reihe. Wenn 6 Maschen pro Nadel übrig sind, schließe ich die Spitze mit dem Maschenstich. Ich habe sehr kleine und schmale Füße, mit relativ spitz zulaufenden Zehen, ein „Rezept“ also, dass für die meisten wohl zu eng ausfallen dürfte. Auch habe ich das Glück, aus einem 100g Knäuel meistens 2 Paar Socken stricken zu können.

Der Baby Stripes Cardigan hat im Februar auch endlich seine Knöpfe bekommen.
Wickeljacke aus dem Mama-Baby- Strickbuch.
Fäustlinge – grob nach einer Anleitung aus dem Mama-Baby-Strickbuch.

Auch ein paar Babysachen sind fertig geworden: Die Wickeljacke aus dem Mama-Baby-Strickbuch, dass ich hier vorgestellt habe. Den Fäustlingen aus ebendiesem Buch fehlt nur noch ein kleines Stück Icord-Band und zwei Knöpfe, dann sind auch diese fertig. Bei den Fäustlingen habe ich mich allerdings nur sehr grob an die Anleitung gehalten und sie zudem mit der anderen Anleitung für Fäustlinge in diesem Buch gemischt.

Außerdem habe ich eine ganz einfache Babymütze gestrickt: Ich habe 35 Maschen angeschlagen und so lange kraus rechts gestrickt, bis ein langes Rechteck entstanden ist, dass man zusammenklappen und an einer Seite zusammennähen konnte. Dann habe ich an den offenen Seiten je 3 Maschen aufgenommen und zwei Icord-Bändchen gestrickt, damit man die Mütze später auch schließen kann. Gestrickt habe ich die Mütze aus einem 25g Knäuel Lamana Como Tweed und es ist sogar noch ein Garnrest übrig.

In Arbeit ist noch immer mein Marigold Cardigan, aber immerhin ist der erste Ärmel fast fertig. Meine Angst, dass die Wolle nicht für die Ärmel reichen könnte hat sich zum Glück nicht bestätigt. Bevor ich jedoch mit dem ersten Ärmel angefangen habe, hab ich die Wolle gewogen und weiß nun, wann ich aufhören muss, damit sie auch noch für den zweiten Ärmel reicht.

Außerdem habe ich wieder an der Babydecke gearbeitet und mich nun endlich auf alle Farben festgelegt. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich nur noch 6 Quadrate brauche, bevor sie die Größe einer Babydecke erreicht hat. Später wird sie dann noch weiter wachsen, aber vorerst werde ich sie in dieser Größe fertigstellen.

Genäht

Zu diesem Thema habe ich in meinem letzten Beitrag ausführlich berichtet. Deshalb möchte ich diesmal nur kurz erwähnen, dass ich zwei Baby-Pumphosen genäht habe.

Außerdem habe ich mit dem Probestück für die Kimono-Jacke begonnen. Allerdings hindern mich Rückenschmerzen gerade daran, hier weiterzuarbeiten. Auf dem Boden hocken und Schnittmuster feststecken wird mit dem Babybauch zunehmend anstrengend.

Natürlich Färben

Ein neues Abenteuer habe ich diesen Monat gestartet und zum ersten Mal Wolle gefärbt. Ich habe hierzu Avocadosteine und -schalen verwendet und die Wolle vorher gewaschen und mit Alaun gebeizt. Ganz zufrieden bin ich mit der Farbe noch nicht, was wohl daran liegen mag, dass ich eine graue Wolle verwendet habe, die ich überfärben wollte. Jetzt hat sie ein beige, dass ich persönlich recht unattraktiv finde. Ich plane sie demnächst mit Indigo noch einmal zu überfärben.

Von meiner Schwester habe ich ein tolles Buch zum Geburtstag bekommen: Botanical Colour at your Fingertips von Rebecca Desnos. Damit werde ich auf jeden Fall noch tiefer in das Metier des Färbens eintauchen können, denn in diesem Buch gibt es unglaublich viele und konkrete Informationen zum Färben von Wolle und insbesondere auch Textilien.

Nun kann der März kommen und mit ihm doch bitte auch der Frühling!

Happy knitting!

 

Verlinkt bei: Auf den Nadeln, Fannysliebste, HäkelLine

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