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Im Juni

Im Juni

In den letzten Monaten habe ich mir häufig Gedanken gemacht, worüber ich in meinem Blog genau schreiben möchte und das hat mich letztendlich davon abgehalten überhaupt zu schreiben. Ich selbst lese am liebsten die Blogs, die mich inspirieren, die mir Ideen geben und mich im Bezug auf eine nachhaltige Lebensweise beeinflussen. Ich liebe es, vom Eifer angesteckt zu werden, möglichst einen kompletten Kleiderschrank voller handgemachter Dinge zu haben oder eine Küche gefüllt mit selbstgemachten Sachen. Und natürlich lass ich mich gerne durch Anleitungen, Rezepte, Ideen und Bilder inspirieren. Durch diese eigenen Vorlieben habe ich gemerkt, dass mir ein reiner Strickblog zu wenig ist. Allein schon deswegen, weil ich mehr und mehr Gefallen am nähen finde, mich gerne tiefer mit dem Weben und Spinnen beschäftigen möchte und auch gerne mal in der Küche meinen Ideen freien Lauf lasse.

Zudem habe ich in den letzten Monaten vor allem darüber berichtet, was auf meinen Nadeln liegt und nie gezeigt, was fertig wurde. Dadurch hat sich ein Berg an Dingen angesammelt, die ich noch nicht verbloggt habe und das hemmt mich gleichzeitig, denn ich weiß nicht wo und wie ich starten soll.

Hier kam nun die Idee von Julia gerade richtig. Sie schreibt aller zwei Wochen ein Update zu dem, was bei ihr neu im Kleiderschrank, auf den Nadeln und unter der Nadel ist. Inspiriert durch diese Idee (vielen Dank noch mal!) möchte auch ich ein bis zweimal im Monat ein kleines Update schreiben, was ich einfach „Im Juni/Juli/…“ nennen werde und wo ich all das zeigen möchte, woran ich gerade arbeite und was in dem Monat fertig geworden ist. Zu einigen Dingen werde ich dann noch einen gesonderten, ausführlichen Beitrag schreiben, wenn es z.B. ein Rezept gibt, was ich gerne teilen möchte. Sollte irgendetwas dabei sein, worüber du unbedingt mehr wissen möchtest, dann lass es mich in den Kommentaren wissen und ich werde einen extra Beitrag schreiben.

Und los geht’s:

Aus dem Wollkorb

Auf den Nadeln

Bedingt durch starke Schmerzen und einer Strickpause an die ich mich viel besser halten müsste, ist hier nicht viel passiert seit dem letzten Monat. Auf den Nadeln liegt ein Pullover: Wolf River von Melissa Schaschwary der als nächstes an den Schulternähten zusammengenäht werden muss und anschließend werden nur noch die Ärmel gestrickt. Dann ist das gute Stück fertig.

Außerdem eine Decke, die bis zum Herbst fertig werden soll: Vivid Blanket von Tincanknits. Der Stapel mit halb fertigen Quadraten wächst. Halb fertig deshalb, weil mir die Wolle für den Rand ausgegangen ist, was vorhersehbar war. Bevor ich jedoch neue bestelle, möchte ich berechnen, wieviel Gramm ich eigentlich brauche. Bis ich das gemacht habe, werden erstmal nur die inneren Quadrate gestrickt und die Wolle dafür aufgebraucht, so dass ich alles auf einmal bestellen kann. Aber sehr sehr schön wird die Decke auf jeden Fall!

Aus Freude an unserer neuen Wohnung und um zur Müllvermeidung beizutragen, habe auch ich angefangen Spültücher zu stricken. Das ist auch das Einzige, was ich mir im Moment selbst erlaube zu stricken. Ab und zu eine Reihe, um meine Strickpause zu überstehen und um immer wieder festzustellen, dass diese wirklich nötig ist (ich weiß, das ist nicht unbedingt vorbildlich…).

Fertig!

Ein Paar Blueberry Waffle Socks, die eeewig auf meinen Nadeln lagen.

Neu erworben

Zwei Anleitungen sind in meiner Ravelry-Bibliothek dazu gekommen: Ginkgo, ein Pullover von Melody Hoffmann / Mandarine’s und der Zelda Shawl von Libby Jonson / Truly Myrtle für den die Wolle schon bereit liegt!

Auf dem Nähtisch

Hier möchte ich gleich bemerken, dass ich zum ersten Mal etwas über meine Nähanfänge schreibe. Ich zögere auch immer noch, aber eigentlich bin ich auch ein bisschen stolz auf jedes Stück, was am Ende entsteht, auch wenn es nicht perfekt ist. Also bekommt auch das hier einen Platz.

In Arbeit

Im Moment nähe ich gerade eine Unterlage für meine Nähmaschine, damit ich sie demnächst problemlos auf dem Tisch hin- und herschieben kann. Dies ist mein erstes Patchwork-Projekt und ein klein wenig Quilten ist, laut Nählehrerin, auch dabei.

Außerdem habe ich diesen Monat English Paper Piecing für mich entdeckt. Ich glaube, ich dachte, dass dies eine perfekte Ablenkung in meiner Strickpause wird. Allerdings ist das eher anstrengender für die Arme als stricken… Mein Plan ist, ein paar Untersetzer zu nähen. In der Mitte die Blume und für den Stoff außen werde ich wahrscheinlich einen Stoff naturfärben.

Fertig! 

Fertig geworden ist mein erstes T-Shirt! Der Schnitt stammt grob von einem meiner Kauf-T-Shirts. Ein Foto teile ich später. Im Moment ist es noch ungebügelt und das Licht für Fotos heute sowieso eine Katastrophe.

In der Küche

Da auch hierzu zum ersten Mal etwas auf meinem Blog erscheint, möchte ich ein paar Worte darüber verlieren.

Ich denke, ich habe von meiner Mama den Drang geerbt, im Frühjahr und Sommer nach draußen zu gehen und alles zu pflücken und zu sammeln, was essbar ist, um es anschließend zuhause zu Tees und Küchenkräutern, Marmelade, Chutney und Salat zu verarbeiten. In London versuche ich diesen Drang etwas zu unterdrücken, da ich aufgrund von jeder Menge Hunden und Abgasen das gesammelte Gut nicht unbedingt genießen kann. Darum schätze ich die samstäglichen Farmers Markets umso mehr, um Zutaten für meine Vorhaben zu finden.

Im Juni habe ich drei Gläser eingelegtes Gemüse gemacht:

und zwei Gläser Instant-Gemüsebrühe (vorne):

Beide Rezepte folgen noch.

Ansonsten gab es, wie immer, ein ganz einfaches, selbst gebackenes Sauerteig-Brot.

Fertig gesponnen habe ich übrigens auch etwas, da das aber noch nicht verzwirnt ist, werde ich erst im Juli verraten, was es war (dann fällt auch niemandem auf, dass ich es gerade nicht mehr weiß und auch nicht nachschauen kann, da all unsere Sachen aufgrund größerer Bauarbeiten in unserer neuen Wohnung noch in Kisten verstaut sind).

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick geben, was im Juni auf der kreativen Seite bei mir los war. Es fühlt sich im Moment etwas chaotisch an. Das liegt daran, dass wir im Juni umgezogen sind. Hinzu kommen die Schmerzen in meinem rechten Arm, die mir meine Lust aufs Stricken verderben. Aber so ist es eben. Manchmal fegt ein Sturm durch’s Leben und danach muss man erstmal wieder aufräumen und neu starten 😉

Habt es fein!

Eure Marthe

 

 

Ein Gedanke zu „Im Juni“

  1. Liebe Marthe,
    ich freue mich so, dass meine Idee so gut ankommt und du sie sogar übernimmst! 🙂
    Einige Küchenaspekte einfließen zu lassen ist super. Ich mache ja auch sehr viel selbst, neben den Mahlzeiten: Unser Brot, Gemüsebrühe, Marmelade sind so die regelmäßigen Dinge, aber ich probiere auch gerne was aus.
    Deine Nähanfänge finde ich ziemlich bewundernswert. Ich gehe gerade alle meine Blogbeiträge nochmal durch um bessere Tags zu finden und bin da echt ein bisschen – peinlich berührt. Deine Nähmaschinenunterlage kann sich doch super sehen lassen! Und das Shirt würde mich sehr interessieren. Ich habe ja ewig erst nach Schnittmustern genäht und nehme seit kurzem erst Schnitte von Kaufteilen ab, daher finde ich die andere Richtung auch mal toll zu sehen.
    Wie kommst du denn mit gestrickten Lappen zurecht? Ich finde das ja auch gut, aber hätte die Befürchtung, dass diese schlecht trocknen? Kann man die über mehrere Tage verwenden, bevor sie in die Wäsche kommen? Aktuell habe ich zwar genug gekaufte Spüllappen (die alle waschbar sind), aber falls die mal kaputt gehen wäre eine hübsche Alternative ja schon toll.
    Die Farben für deine Decke sind sehr schön 🙂

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