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Mein Spinnrad dreht sich wieder

Mein Spinnrad dreht sich wieder

Kurz nach meinem Spinnkurs musste ich, aufgrund unseres Umzugs, leider eine etwas längere Pause einlegen. Ich habe also mein Spinnrad auseinander geschraubt und die Einzelteile liebevoll in Kisten verpackt, die dann abgeholt und nach London transportiert wurden. Hier habe ich dann ängstlich und sehnsüchtig besonders auf die Kiste mit dem Spinnrad gewartet. Zum Glück ließ die nicht lange auf sich warten und so konnte ich hier alles wieder schnell aufbauen.

Und dann?

Ich glaube, das Spinnrad musste sich erst einmal hier einleben und an den neuen Ort gewöhnen. Auf jeden Fall scheiterten meine ersten Versuche kläglich. Nach einigen Wochen jedoch lief es auf einmal wieder. Und so möchte ich hier einen kleinen Einblick in mein Ergebnis geben: mein drittes Knäuel Wolle, das ich gesponnen habe.

Fertig zum verzwirnen

Ich weiß nicht genau, was ich versponnen habe, da der Kammzug aus der Restebox eines Naturgarn-Ladens stammt. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es 100% Merino ist. Nachdem alles versponnen war, ging es ans verzwirnen. Ich habe leider nur eine Spule, deshalb helfen mir dabei zwei Toilettenpapier-Rollen. Sie halten jeweils 50% des gesponnenen Garnes. Und hier verzwirne ich diese beiden Anteile nun zweifach:

Verzwirnen

Während des Verzwirnens habe ich immer wieder den Kopf darüber geschüttelt, wie unregelmäßig ich gesponnen habe. Nun ja, ich übe ja noch und immerhin reißt mir der Faden nicht mehr ständig.

Nach dem Verzwirnen war noch ganz schön Drall auf den Fasern ( Mitte ) und der Strang hat sich in sich selbst verdreht, aber zum Glück hilft ein lauwarmes Entspannungsbad und hinterher sieht alles schon viel besser aus ( Rechts ).

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Nun darf mein drittes Knäuel sich zu den anderen beiden gesellen und mich inspirieren, denn ich weiß noch nicht ganz genau, was daraus werden soll. Obwohl ich denke, dass es eine Decke wird, dann stören mich die Unregelmäßigkeiten nicht so sehr, die Farben passen ganz gut zueinander und mein erstes handgesponnenes Garn bleibt etwas ganz besonderes.

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Verlinkt zu: creadienstag, handmadeontuesday

2 Gedanken zu „Mein Spinnrad dreht sich wieder“

  1. Liebe Marthe!
    Hab im Internet gestöbert und bin auf deine Seite gekommen. Ich heiße Sabine und bin 57 Jahre alt. Zu meinem letzten Geburtstag hab ich mir ein Spinnrad gewünscht. Ich hatte keine Ahnung vom spinnen, aber stricken kann ich gut und auch knüpfen. Hab mir alles selber, bzw. aus Videos beigebracht. Es macht süchtig!
    Bei mir steht auch ein Umzug kurz bevor, allerdings dann bald als Rentner. Damit mir im Winter nicht langweilig wird, hab ich mir das Spinnrad gewünscht. Ich sehe hier dein Garn, ist doch prima geworden! Ja, man muß wirklich aufpassen, daß man nicht zu viel Drall reinbekommt. Aber mit etwas Übung klappt das dann auch. Ich freue mich, dich kennengelernt zu haben und ich werde weiterhin bei dir alles verfolgen, was deine Spinnerei angeht.
    Liebe Grüße aus Potsdam sendet dir
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      wie schön, dass du auf meiner Seite vorbeischaust und dich hier vorstellst. Ich finde es spannend, von anderen zu erfahren, wie sie zum stricken und spinnen gekommen sind. Ja, das Spinnen macht wirklich süchtig. Vor allem in den letzten Tagen bin ich kaum vom Spinnrad weggekommen und ich freue mich über jedes handgesponnene Garn, egal ob es perfekt ist oder nicht. All meine „Übungsgarne“ werde ich wohl am Ende zu einer Decke verstricken und mich so noch lange an meine Spinnanfänge erinnern und daran freuen.
      Ich wünsche dir viel viel Freude an deinem neuen Spinnrad und berichte doch immer mal, wie es dir damit geht!
      Liebe Grüße aus London, Marthe

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